Das Gießen einer keramischen Masse ist ein Formgebungsverfahren aus der industriellen Produktion. Der flüssige Schlicker wird in eine Gipsform gegossen und an der Innenwand bildet sich auf Grund der Saugfähigkeit des Gipses eine feste Masseschicht. Wenn die gewünschte Wandstärke erreicht ist, kann die Form entleert werden und zurück bleibt ein Formling.
Eine Gipsform wird an einem Modell abgenommen und kann mehrteilig sein. Vorausgegangen ist eine intensive Suche nach der Form z.B. an der Gipsdrehscheibe, um das endgültige Designmodell umzusetzen.
Im Bereich der Studiokeramik ist dieses Verfahren von einer großen experimentellen Herangehensweise geprägt. Es entstehen feine Reliefe, asymetrische Formen, Arbeiten mit Intarsien oder Dekorflächen mit farbigen Porzellanmassen.
Zum Gießen verwende ich ein Weichporzellan aus dem französischen Ort Limoges, das bei ca. 1280°C im Keramikgasofen reduzierend gebrannt wird.

